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Editorial September 2019


Dr. Wilhelm Donner  Der Autor:
Dr. Wilhelm Donner
 
ist Chefredakteur der Sozialen Sicherheit im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.


Liebe Leserinnen und Leser!


Die September-Ausgabe der Fachzeitschrift "Soziale Sicherheit" eröffnet mit einem brisanten und aktuellen Thema, dem Impfen. In einem ausführlichen Interview mit der Leiterin des Institutes für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin an der Medizin. Univ. Wien, Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt werden sowohl die weit verbreitete Impfskepsis, die speziellen Impfprogramme als auch die geplante Einführung des elektronischen Impfpasses erörtert. Ebenso werden auch differenzierte Aspekte zur Diskussion um die allgemeine Impfpflicht eingebracht.

Die weibliche Altersarmut ist ein weiteres Thema in dieser Ausgabe, das im Rahmen einer Veranstaltung in Wien der Vorsitzende im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Dr. Alexander Biach angesprochen und mit Daten und Fakten belegt hat. Denn viele Frauenpensionen liegen unter der Armutsgrenze und die Ursachen liegen in den Niedriglohnbranchen, in der Kindererziehung, der Teilzeitarbeit sowie den finanziellen Einbußen durch Scheidungen. Biach nennt aber auch mögliche Maßnahmen, um gegenzusteuern und die Altersarmut zu bekämpfen.

Darmkrebs ist ein weiteres Übel unserer Gesellschaft, das weit verbreitet ist, aber mit medizinischen Methoden immer besser in den Griff zu bekommen ist. Obwohl er zu den häufigsten bösartigen Tumoren weltweit zählt, verbessern sich die Therapien und mit Unterstützung des Hauptverbandes wurde im Jahr 2005 im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung ein Darmkrebs-Screening implementiert und im Jahr 2007 ein „Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge“ ins Leben gerufen. Nach zwölf Jahren wird nun eine Art Zwischenbilanz gezogen.

Des Weiteren wird in einem Kurzbericht auf eine Veranstaltung eingegangen, die im Hauptverband stattgefunden hat und die Wechselwirkungen von Medikamenten bei älteren Patientinnen und Patienten zum Thema hatte. Durch das parallele Auftreten mehrerer Krankheiten und Behandlungsnotwendigkeiten sowie durch die Änderung des Stoffwechsels durch Medikamente treten häufiger Nebenwirkungen auf. Die Sicherheit der Patienten und die Behandlungsqualität standen bei der Diskussion im Zentrum der Überlegungen.

Schließlich wird in einem abschließenden Beitrag über die Digitalisierung bei den Public-Relation-Maßnahmen in der sozialen Krankenversicherung resümiert. Der Artikel gibt eine Übersicht über aktuelle Entwicklungen und Trends.


Dr. Wilhelm Donner